… oder die totale Seligkeit ? …

Globalismus * Weltstaat “statt” Nationalismus?
(Zwei Gedanken dazu, auf fuenf Kontinenten)

1. USA und Australien: Ausrottung und Pioniermentalitaet
2. EU: Erzwingung und “Wirtschafts”faschismus
3. Osteuropa, Afrika und Suedamerika als “Wirtschafts”Kolonien
4. Globalstaat und Weltstaat: dasselbe weltweit
5. Was sagen Philosophen und Aktivisten dazu?
6. Freiheit und Unabhaengigkeit: antisozialistische Werte?

1. USA und Australien: Ausrottung und Pioniermentalitaet

Als sich die USA zu einem Staat zusammenschlossen, war das Motiv klar:
Pioniermentalitaeten waren (geographisch) weit verstreut und mussten zusammenruecken. Indigene Ureinwohner wurden unterworfen bzw. ausgerottet. Naturgewalten mussten beherrscht werden. Jede(r) Einzelne musste um sein Leben kaempfen.

Es war eine Schizophrenie zwischen Boesartigkeit=Gewalttaetigkeit, bzw. Schutz=Solidaritaet. Als Kultur entstand eine Mentalitaet der Pioniere. Statistisch verteilte Gewalt und Kriminalitaet erzeugte Angst. Diese Angst blieb (unvorhersehbar, ohne “aeusseres System”) staendig aufrechterhalten. Genau wie heute in “Wirtschaft” ja auch. Andererseits entstand dadurch ein permanenter Wunsch nach Solidaritaet, Zusammenschluss, Freiheit und Unabhaengigkeit.

Das sind zugleich Elemente von Demokratie: Solidaritaet und Zusammenschluss in Freiheit und Unabhaengigkeit bringen immer auch Partizipation und Respektieren der Anderen mit sich; und das ist in etwa das, was Demokratie als “Schutz vor dem tyrannos” im antiken Griechenland ja bewirken sollte, wie es auch Altphilologen i.a. als Anliegen der griechischen Philosophen der Antike bestaetigen.

EinwanderInnen aus Europa entwickelten i.a. wenig Anpassung sondern entwickelten abgeschlossene Systeme (zb Amish People: noch heute wird mit Pferd gepfluegt, Dinosaurier sind im Unterricht verboten weil “die Welt erst seit 5000 Jahren existiert”) einerseits
bzw. begannen, Andere zu aehnlich organisieren (Hierarchismen zu errichten) wie sie es aus dem Europa der Kolonien und Missionierungen gewohnt waren.

Diese Mentalitaet ist heute noch im lokalen Umfeld der meisten NordamerikanerInnen aufrecht geblieben und bei spaeteren ImmigrantInnen entwickelte sie sich in 2. und 3. Generationen durch Effekte der (X) Anpassung,
aber
in der “Politik” existiert diese Mentalitaet auch in den USA genausowenig wie anderswo. Nixon und Bush (jun.) waren nur die deutlichsten Beispiele, und in Verwaltung und Infrastruktur hat sich eine neue “Intelligentsia” gebildet, die (zb mit Guantanamo) durchaus jener sowjetischen Intelligentsia entspricht, wie Michail Voslenskij sie in seinem Buch beschreibt.

Erzwingung und Durchsetzung zu einem strikten Gesellschafts”system” mit (Ueberwachungs-)Staat waren eher ein Produkt der beiden Weltkriege im 20.Jht. (und der in die NASA importierten deutschen “Intelligenz”) als eine innere Entwicklung
und
an die Stelle des Kampfes gegen die Indianer ist seit langem der Kampf von Reich gegen Arm getreten, der aber nicht derselbe ist wie im Manchester”Liberalismus”: Arbeiterghettos entstanden trotz Massenproduktion (in Detroit und Neuengland) nicht in britischen Dimensionen, und Sklaverei in den Suedstaaten hatte eher “famliliaeren” Charakter.
(familiaere GEWALT ist dort — und im Mittelwesten — auch heute noch hoeher als im Ballungsraum des Nordostens)
Das duerfte der Grund sein, weshalb der Kommunismus als Bewegung (auch ohne die Verhetzung durch Joseph McCarthy & Friends) kaum jemals mehr als 30% erreichte.

Letztlich befreite der Zusammenschluss der heute 50 Staaten befreite letztlich nicht von Hierarchismen und Ueberwachungsstaat:
“1984” (als Jahr wie auch als Begriff) ist eben fast schon 30 Jahre ueberschritten …

Australien ist damit sehr vergleichbar, nur statt der Revolution gegen die britische Krone entstand der Commonwealth als weniger strikter Staatenbund.

***

2. EU: Erzwingung und Wirtschaftsfaschismus

Als sich die Europaeische Union zu einem Staatenvertrag zusammenschloss, war die Situation eine vollkommen andere. Europa war seit jeher der Hort der Absolutmonarchen und Diktatoren, seit die ersten Ritterhorden ihren Gewalt- und Herrschaftswunsch aus dem Bereich ihrer Burgen hinaus zu tragen begannen. Erzwingung und Durchsetzung

Die lange Geschichte der systematischen Massenmorde reicht von Inquisition (vor ca. 1000 Jahren) bis zu den 100jaehrigen und 30jaehrigen Kriegen (vor ca. 500 Jahren) und den beiden Weltkriegen mit speziellen Massen- Vernichtungswaffen und -vernichtungslagern im 20.Jht.

Faschismus herrschte in den 1930er Jahren (und davor und danach) ja nicht nur in Deutschland sondern genauso in Italien, Spanien, Oesterreich (Staendestaat), Frankreich (Vichy), Belgien/Holland (“Protektorat) etc.
(England war ein Spezialfall: Churchill mochte Hitler nicht, wollte aber eigentlich keinen Krieg mit ihm sondern “jedem seine” — aehnliche — Herrschaft belassen; zu diesem Zeitpunkt wurden Juden in Deutschland schon gehetzt aber noch nicht vergast, und erst als Churchill zu sehen begann, dass England angegriffen wurde, setzte er Militaer ein und setzte sich fuer den Kriegseintritt der USA ein;
diese Beschreibung einer nach dem Krieg Geborenen beruht auf Dokumentationen und “Allgemein”wissen”, das vielleicht nicht immer exakt stimmt;
das Wesentliche ist die Geschichte der Gewalt, die sich heute “wirtschaftlich” fortsetzt)

Logisch, dass aus all dem seit 1945 ein Wirtschaftsfaschismus wurde, der zuerst durch den unerbittlichen Wirtschaftskrieg Japans und Chinas gegen die USA und Europa angeheizt wurde.
(positiv fuer KonsumentInnen waren die billigen Produkte aus Fernost, aber “gemeint” war nicht “besserer Konsum” sondern Bezwingen der Amerikaner, Englaender und ihrer Partner:
1866 hatten die USA in Japan die Oeffnung des Landes vom Meiji Kaiser erzwungen; das werden die ca. 20 Millionen japanischen (Ur-)Konservativen und Adeligen niemals verzeihen, auch in 500 Jahren nicht; und etwa zur selben Zeit versuchte Englang in den Heroin-Kriegen, den chinesischen Kaiser zu vertreiben und Kolonien dort zu gewinnen; das werden chinesische Konservative genausowenig verzeihen, auch wenn sie sich inzwischen Kommunistische Partei nennen und seit dem 21.Jht. aktiv “Wirtschafts”Neo”Liberalismus” betreiben)

Viele konkurrierende Faschismen der vielen Staaten in Europa ergaben in Summe nach 1945 den Eindruck einer “funktionierenden”Markt”wirtschaft”, die aber scheinheilig war und nur den Zweck hatte, die regionalen Herrschaften wieder aufzubauen.

Junge Leute erkannten das, und das war die eigentliche Basis der “1968er” Bewegung und der neueren Linkspolitik, die trotz gleicher Sprechweisen mit den neueren (etablierten) Herrschaften des Ostblocks wenig gemeinsam hatte.
(das wurde aber erst nach 1989 sichtbar, als Ost und West freier kommunizieren konnten; im Ostblock hatten MachthaberInnen 1945-89 ihren Herrschafts-Anspruch mit Berufung auf Karl Marx offen formuliert; statt Scheinheiligkeit im TV und der Bipolaritaet Verarmung/Kriminalisierung wurde im Osten auf Gewalt am Eisernen Zaun gesetzt, um AbweichlerInnen zu disziplinieren;
die Strategie der (Massen-)Verarmung plus Kriminalisierung von Ungehorsamen ist 70 Jahre nach dem 2.Weltkrieg inzwischen die Basis der Herrschaft in ganz Europa)

(Aus dem Kommunismus als Bewegung wurde in Westeuropa die Sozialdemokratie, die sich bald mit Konservativen arrangierte (um nicht “ihre” Arbeiterbasis zu verlieren, die es ohne Manchester-Strukturen ja nicht mehr geben wuerde)
und
in Osteuropa entstand ein Staats-Kapitalismus (mit Rhetorik von Kommunismus), der die Menschen genauso ausbeutete wie Manchester zuvor aber das zu kritisieren verbot)

Letztlich wurde aus der EU (die eigentlich als “Friedens- und Wohlstands-Projekt” begann) der heutige Wirtschaftsfaschismus, in dem “Arbeits”losigkeit” gezielt hoch gehalten wird (um “flexible” billige “Arbeits”kraft” zu haben)
und
wo die Schere Arm/Reich genauso wieder auseinandergeht wie zur Zeit der Absoluten Monarchien vor 1789.

(viele der UnterstuetzerInnen des EWR 1992 und des “Projekts EU” 1994 erhofften sich damals eine Ueberwindung der nationalen und nationalstaatlichen Unfreiheiten, die seit der Nachkriegszeit — wo sich Freiheit und Demokratie kurze Zeit entwickelten — wieder drueckend geworden waren.
Sie alle begannen erst aufzuwachen, als der “Staatenbund EU” zu einem Hyperstaat EU zu werden begann, in dem die (abgelehnte) geplante Verfassung der EU “von oben herab” durch den Vertrag von Lissabon ersetzt wurde.
(GEGEN DEN WILLEN der EuropaeerInnen (und natuerlich OHNE eine weitere Volksabstimmung zu “riskieren”, die ja in Frankreich klare Ablehnung gebracht hatte:
gegen die abgelehnte Verfassung war nur in wenigen Staaten der EU abgestimmt worden
— Parteien und Parlamente des Totalismus wissen IMMER “besser”, was fuer das Volk gut ist —
und gegen den Vertrag von Lissabon wurde nicht einmal mehr in Frankreich abgestimmt, weil Sarkozy sehr gut wusste, dass wieder abgelehnt werden wuerde)

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3. Osteuropa, Afrika und Suedamerika als “Wirtschafts”Kolonien

Heute halten die russischen Partnerstaaten eine anstrengende Balance: einerseits wollen sie nach den Erfahrungen des Absolutismus von Zarenstrukturen (und ihren Hierarchismen) fernbleiben
— in der sowjetischen KP entsprach die Partei dem Adel und der Parteichef dem Zaren —
und andererseits sehen sie jeden Tag wieder, wie aus dem Machtvakuum seit 1989 aus ihnen eine riesige Gruppe von Kolonien der USA und der EU wird.

Strafprozesse wie jener gegen Michail Chodorkowski haben sowohl den Aspekt eines “gesteuerten” Prozesses und des Untergrabens der Menschenrechte (wie das aus der Stalinzeit beruechtigt war), weil die Gerichte offensichtlich Vorgaben aus Moskau bekamen
aber
zugleich zeigten sie auch einen permanenten inneren Kampf gegen die Korruption der Gerichte selbst, weil alle OligarchInnen in Russland nicht nur mit Geld und “Umweg”rentabilitaet” Bestechung ganzer Bezirke betreiben sondern auch das Bild des freien Unternehmertums und des Reichtums korrumpiert,
— wie es in TV und Filmen “fuer alle” erreichbar zu sein scheint —
denn jede(r) moechte reich und frei sein aber keine(r) glaubt im Umbruch daran, dass er einmal NICHT dazugehoeren wuerde, zu den Reichen und Schoenen.
(Richter und Polizei sind zudem besondere NutzniesserInnen der Reichen, weil ohne ihren Schutz niemand reich bleibt und sie deshalb von Regierungen immer gut behandelt werden)

Afrika kennt nicht die Erfahrung des Parteiadels, sondern war seit Jahrhunderten immer nur Kolonie Europas. Heute “wirtschaftliche” Kolonie Europas (und inzwischen auch der USA) zu sein, bedeutet also keine wesentliche Aenderung im politischen Bewusstsein von AfrikanerInnen.

Letztlich hat sich also in allen diesen “Kultur”kreisen
— “Kultur” beschreibt nur Unterschiede, “WIE” Hierarchismen (wo) laufen —
der “Wirtschafts”faschismus (mit Religionskirchen wie “Management” und “Beratung”) durchgesetzt:

Auch in Fernost ist dieser heutige “Wirtschafts”faschismus die logische Nachfolge der Kaiserreiche, in denen nur der Adel durch Partei (China) bzw. Management (Japan) ersetzt werden mussten. (Japan ist auch heute noch ein Kaiserreich mit intaktem Adel: die Atombomben zerstoerten 1945 nur zwei Staedte zur Gaenze, nicht aber das “soziale Gefuege” der “Gesellschaft”)

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4. Globalstaat, Weltstaat: dasselbe weltweit

Heute ist die UNO ein anerkanntes Vertragswerk, das weltweit Anerkennung hat, wenn es auch den reichen Staaten der OECD vor allem auf die Nerven geht, weil ihre Herrschenden vor allem behindert werden und dafuer auch noch den Grossteil der Kosten zahlen sollen.
(die OECD, nicht nur die USA, halten sich die UNO als eine Art Schosshund, der von allen Seiten mit vielen Vetorechten eingeschuechtert wird und der nirgends wirkliche Macht oder gar Durchsetzung hat
(und wahrscheinlich GENAU DESHALB eine Instanz der DemokratieENTWICKLUNG und WeltVERBESSERUNG zu sein imstande ist: Vetorechte gehoeren zur BASIS der Elemente von Demokratie)
aber
man stelle sich eine UNO als WeltREGIERUNG vor, die mit WeltPOLIZEI und WeltJUSTIZ und allen entsprechenden Hierarchismen als RegierungsSYSTEM zu herrschen beginnt:
(der Hinweis auf Kriegsverbrecherprozesse und UNO-Mandate in Kriegs-/Buergerkriegs-Gebieten gilt in diesem Fall nicht mehr, weil die UNO-Truppen nicht Polizei einer Regierung/Durchsetzung sind sondern nur das Ende des Kriegszustandes zur Aufgabe haben; ausserdem muessen sowohl Kriegsverbrecherprozesse als auch UNO-Truppen aus ihrer eigentlichen Machtlosigkeit und Begrenztung des Mandats heraus auf alle Beteiligten Ruecksicht nehmen)

mit so einer Weltregierung kommt es naemlich zu genau denselben katastrophalen Zustaenden, wie sie in den heutigen Nationalstaaten herrscht
— auch wenn sich das dann nicht mehr “national” nennt sondern weltweit ist —
und deren Ueberwindung von UNO (und etwaigem “Welt”staat”) erhofft wurden,
weil
diese problematischen Zustaende und Strukturen nie aufgeloest wurden sondern in die jeweils naechste “hoehere” (geographisch weitere) Ebene wandern:
vom Einzelstaat (…) in den Wirtschaftsraum (EWG/EWR, USA/Kanad/Mexico, ASEAN etc.)
und von Einzelregierung zu “Welt”regierung.

Ein Modellbeispiel dafuer ist die Entwicklung der EU von einem “Wirtschafts”raum zu einem (beinahe heute schon) Hyperstaat, und das kann jeden Tag in den Medien beobachtet werden.

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5. Was sagen Philosophen dazu, die auch als Aktivisten an die Oeffentlichkeit gingen?

Martin Luther King: “Friede ist nicht Abwesenheit von Krieg sondern Anwesenheit von Gerechtigkeit”
(das spricht einerseits die Gewalt und Gewaltbereitschaft an, die in “Friedenszeiten” genauso vorhanden ist und von Militaer- auf Polizeigewalt uebergeht,
— nach Kriegen geht sie fuer kurze Zeit zurueck, solange noch der Schock wirkt,
. ABER proportional zur Groesse von Staaten steigt sie dann sofort wieder:
. falls es je zu einem “Welt”staat” kommen sollte, ist ein Totalismus dieser
. “inneren”Gewalt” zu erwarten —
und
das spricht andererseits den — unberechtigten — Glauben an “Gerechtigkeit” an, wie sie von Gerichten und RichterInnen erhofft aber nicht erzeugt werden kann;
wie bei jeder Glaubensform, die manchmal als Religionskirchen aber auch als Konsum-/Wegwerfreligionen und Politikreligionen eher Glauben/Gehorsam als Denken/Aktivismus erzwingen, gilt auch fuer die “Gerechtigkeits”religion:
1980 waren es 4000 Millionen Menschen, die 4000 Millionen Gerechtigkeiten hatten, heute sind des 7000 Millionen Menschen mit 7000 Millionen Gerechtigkeiten;
mit Gerichten und RichterInnen hat das nichts zu tun)

Aristoteles: “Der Mensch ist ein von Natur aus politisch agierendes Tier”
(das spricht einerseits die emotionale Basis an, ohne die auch abstraktes Denken nicht moeglich ist und die deshalb jedes auch abstrakte Denken beeinflusst,
und das spricht andererseits das “politische” Wesen des staendigen Machtkampfes an, der auch im Alltag und in allen menschlichen Beziehung permanent ablaeuft;
dass Menschen notwendigerweise wie Tiere agieren “muessen”, ist kein Naturgesetz sondern nur traurige Erfahrung: auch Tiere kennen verschiedentlich einen Ich-Begriff, Gefuehle und Kommunikation und sind auch puncto Intelligenz nicht unbegabt;

als einzige “bessere” Faehigkeit des Menschen bleibt bisher, auch ohne Aussenfeinde eher ohne Hierarchien zusammenleben zu koennen als die meisten Tiere; gemeinsam ist: wo viele ArtgenossInnen in der Naehe sind, bewirkt ein Phaenomen der Anpassung eine — Vorsicht! Paradoxon — “apolitische Zusammenarbeit” bei Nestbau und Versogung zb bei Ameisen;
von Menschen wird dieses “Apolitikum” meist in Monismen/Monarchien/Diktaturen erzwungen, mit viel Gewalt und manchmal gemildert durch Parlamente;
wenn dieses “Apolitikum” laenger als ein paar Jahre dauerte, entwickelte sich zb in Ostasien eine Massenpsychose zur Kultur, die jedes Individuum und jegliche Individualitaet in den Untergrund trieb und zur Verbotenen Welt machte;
Samurai der Kaisertreuen hatten in Japan und China das Einzel- und Gruppenrecht, ohne Rechtfertigung zu toeten; wer nicht Leib und Seele, Familie, Hab und Gut den Samurai bedingungslos auslieferte, war rasch tot)

6. Freiheit und Unabhaengigkeit: antisozialistische Werte?

Freiheit und Unabhaengigkeit (gegenueber der “fernoestlichen Weisheit” der “INTERdependence”, — also gegenseitiger ABhaengigkeit statt UNabhaengigkeit — die wie ein asiatisches Credo dort omnipraesent ist und eine Art religioese Belaestigung darstellt) sind der einzige Ausweg aus diesen Teufelskreisen,
aber
Freiheit und Unabhaengigkeit sind weder in bisherigen Menschenrechten noch in Verfassungen weltweit garantiert: wo sie genannt werden, sind sie reine Scheinbegriffe, die nicht einklagbar sind und sofort mit verlogenstem Vorwand (“oeffentliche Ordnung” bzw. “nationale Sicherheit” bzw. manchmal gar “im Interesse der Moral” oder der “Rechts”pflege”) von Herrschenden wieder ausser Kraft gesetzt werden;
— und zwar zur Aufrechterhaltung jener Zustaende, vor denen Menschenrechte schuetzen sollen —
von Herrschenden ausser Kraft gesetzt werden, versteht sich, nicht vom “souveraenen Volk” oder gar vom einzelnen Menschen als Person (ausser als richterliche SteuergeldkassiererInnen)

Im Gegenteil: Begriffe wie Freiheit und Unabhaengigkeit werden fast immer missbraucht, um Repression GEGEN Menschen zu “erklaeren” und zu rechtfertigen,
— naemlich Repression im Interesse von “juristischen” Personen = “Wirtschaft”, deren “normale” Ausnutzung und Ausbeutung (auch DU wirst ausgenutzt, selbst wenn Du zu den Ausnutzermanagern gehoerst) nur einer kleinen Gruppe von (“reichen”) Herrschenden und ihren Buetteln(Lobbies) in Regierung, Parlament und Justiz dient —
weil
Herrschende in “Wirtschaft” und ihren “Politik”lobbies sich die Billigversorgung mit “Arbeits”kraft” sichern (muessen), ohne deren Ausnutzung sie nicht reich werden und bleiben koennen.

(Motto: Freiheit und Unabhaengigkeit ist wenn Aktienbesitzer, Gewerbetreibende und Manager frei und unabhaengig DIE ANDEREN (praktisch aller Ressourcen der Welt) berauben, bestehlen und als “Arbeiter” und “Angestellte” und “Sub”unternehmerInnen” befehligen koennen, waehrend sie ihnen alle Rechte als gleiche MiteigentuemerInnen der Welt vorenthalten)

Diese Perversion (der Verwendung bzw. “neuen Bedeutung”) von Begriffen wird wohl nicht so bald ein Ende finden. Sich dagegen wehren kann fast nur jemand, der sich mit Sprachphilosophie aktiv auseinandersetzt.

Google Suchworte: Sprachphilosophie, Strukturalismus, Derrida, “Ferdinand de Saussure”,
“Michel Foucault” (NICHT der mit dem Pendel)

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